Das Haupthaus zwischen Kiefern am See im Sommer
Geschichten aus dem Norden

Welche Pilze wachsen im Herbst in Lappland?

Welche Pilze wachsen im Herbst in Lappland?
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Alltag, Essen & Kultur in Lappland  ·  21. September 2024

Pilzvielfalt in Lapplands Wäldern

Die Liste der Pilzarten ist lang – besonders in lichten Nadelwäldern, feuchten Senken und moosbedecktem Boden finden sich viele essbare Sorten. Häufig wachsen sie in Mischwäldern, wo Birken, Kiefern und Fichten gemeinsam stehen.

Typische Pilze in Lappland:

  • Steinpilz (Herkkutatti) – aromatisch und vielseitig verwendbar

  • Pfifferling (Keltavahvero) – leuchtend gelb, mit feinem, nussigem Geschmack

  • Trompetenpfifferling (Suppilovahvero) – wächst oft in grossen Gruppen

  • Birkenpilz (Koivunpunikkitatti) – an Birkenrändern gut erkennbar

  • Maronenröhrling (Voitatti) – bevorzugt feuchte Nadelwälder


Wann und wo sammeln?

Beste Sammelzeit:

  • Ende August bis Anfang Oktober

  • Besonders nach feuchten Nächten oder leichtem Regen

  • Ideale Tageszeit: frühmorgens, wenn der Boden noch kühl und feucht ist

Typische Sammelstellen:

  • Moosige Waldböden, oft in Senken

  • Waldränder, an Übergängen zu Lichtungen

  • Wege entlang von Moorgebieten – mit Vorsicht zu betreten


Was du mitnehmen solltest:

  • Pilzmesser mit Bürste

  • Luftdurchlässiger Korb oder Stoffbeutel (keine Plastiksäcke – sie fördern Schimmel)

  • Bestimmungsbuch oder App (z. B. „Mushroom Identify“)

  • Feste Schuhe und lange Hosen – oft auch hilfreich gegen Mücken


Beeren und Pilze – eine perfekte Kombination

Während der Pilzsuche lohnt es sich, auch auf Preiselbeeren, Krähenbeeren und Heidelbeeren zu achten. Sie wachsen oft in unmittelbarer Nähe zu Pilzen – besonders auf lichten Lichtungen und im Übergang zu Moorlandschaften.

Diese Kombination ist typisch für Lappland: sammeln, verarbeiten und gemeinsam geniessen – am besten gleich in der Hütte zubereitet.


Hinweis: In Finnland gilt das sogenannte Jedermannsrecht („Jokamiehenoikeus“), das das Sammeln von Pilzen und Beeren erlaubt – solange man Rücksicht auf Natur, Tiere und Privateigentum nimmt.


Fazit:
Wer im Herbst durch Lapplands Wälder streift, erlebt mehr als nur eine Ernte. Es ist ein leiser Dialog mit der Natur – und oft ein voller Korb, der zurück ins warme Haus getragen wird.


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