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Was sind Polarlichter?
Polarlichter entstehen, wenn energiereiche geladene Teilchen Gase in der oberen Erdatmosphäre anregen. Beim Zurückkehren in einen energieärmeren Zustand senden diese Gase Licht aus. Auf der Nordhalbkugel heisst das Phänomen Aurora borealis, auf der Südhalbkugel Aurora australis.
Die Rolle von Sonne und Magnetfeld
Die Sonne gibt ständig Teilchen ab, den Sonnenwind. Seine Wechselwirkung mit dem Erdmagnetfeld beeinflusst die Polarlichtaktivität. Die leuchtenden Erscheinungen treten bevorzugt in Zonen um die magnetischen Pole auf – nicht exakt entlang des geografischen Polarkreises.
Warum gibt es verschiedene Farben?
- Grün: häufig Licht von Sauerstoff in ungefähr 100–150 Kilometern Höhe.
- Rot: kann durch Sauerstoff in deutlich grösserer Höhe entstehen.
- Blau, Violett und rosa Säume: hängen unter anderem mit Stickstoff zusammen.
Höhe, beteiligtes Gas und Energie der Teilchen beeinflussen das Erscheinungsbild. Eine Kamera kann bei schwachem Licht Farben stärker zeigen, als das Auge sie wahrnimmt.
Jahreszeit und Uhrzeit
Polarlichter entstehen das ganze Jahr über. In den hellen Sommernächten Lapplands lassen sie sich jedoch kaum beobachten. Ausreichend dunkle Nächte gibt es etwa von Ende August bis April, je nach Ort und Datum. Herbst und Spätwinter verbinden dunkle Nächte mit anderen Tageslichtbedingungen als die dunkelste Winterzeit.
Häufig ist die Zeit rund um Mitternacht interessant, einschliesslich einiger Stunden davor und danach. Eine Aussage wie «immer zwischen 22 und 2 Uhr» wäre zu starr. Aktivität und Wolken verändern sich, und auch ausserhalb dieses Zeitfensters sind Beobachtungen möglich.
Wo kann man Polarlichter sehen?
Nordfinnland, Nordschweden, Nordnorwegen, Island, Alaska und Nordkanada sind bekannte Beobachtungsregionen. Wie häufig eine Sichtung gelingt, unterscheidet sich innerhalb dieser grossen Gebiete. Angaben von bis zu 200 Nächten aus bestimmten nördlichen Regionen sind keine Zusage für jeden Ort in Lappland und insbesondere keine Zahl für Ranua.
Auf der Südhalbkugel sind Südlichter unter anderem in antarktischen Gebieten, auf Tasmanien oder im Süden Neuseelands zu beobachten, abhängig von Aktivität und Standort.
Was vor Ort zählt
- Ein möglichst dunkler Standort mit freiem Himmel.
- Wenig Wolken: Eine Aktivitätsvorhersage allein reicht nicht.
- Warme Kleidung und die Möglichkeit, zwischendurch hineinzugehen.
- Ein sicherer Aussichtspunkt und ein bekannter Rückweg.
Verschiedene Arten, die Nacht zu erleben
Manche Reisende wählen ein Glasiglu oder eine Unterkunft mit grossen Fenstern, andere eine geführte Abendwanderung oder Schneemobiltour. Eishotels verbinden das Warten mit einer besonderen Übernachtung. Keine dieser Buchungen kann Nordlichter garantieren.
Bei Mökki Tikka am Koirajärvi kannst du bei passenden Bedingungen vom Grundstück aus nach ihnen Ausschau halten. Dafür musst du den See nicht betreten. Terrasse oder ein geeigneter Platz am Ufer ermöglichen kurze Beobachtungen mit Pausen im Haus.
Weitere Informationen findest du auf unserer Nordlichtseite und beim Finnischen Meteorologischen Institut.


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